Beats Biblionetz - Fragen

Warum wird ICT in der Bildung nicht stärker genutzt?

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Zwei Drittel der Schulen der Sekundarstufe II geben an, dass die mangelnde Qualifikation der Lehrkräfte ein Hindernis für die Nutzung der IKT im Unterricht darstellt.
von Wayra Caballero Liardet, Michele Egloff im Buch Schulen und Bildungswege der Sekundarstufe II in der Schweiz (2004) auf Seite 94
Etwas weniger als die Hälfte der Schulleiterinnen und -leiter unterstreicht das mangelnde Interesse und den fehlenden Willen der Lehrkräfte, den Computer zu benutzen, sowie die ungenügende Anzahl Computer, die den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen;
von Wayra Caballero Liardet, Michele Egloff im Buch Schulen und Bildungswege der Sekundarstufe II in der Schweiz (2004) auf Seite 94
Fast 70% der Schulleitungen sagen aus, die Lehrkräfte hätten nicht genug Zeit, um Lektionen mit Integration der IKT zu planen oder die Möglichkeiten von Internet zu erforschen; es fehle ihnen auch an Wissen und Fertigkeiten, um diese neuen Technologien für Unterrichtszwecke einzusetzen, und sie hätten Schwierigkeiten, sie in die Unterrichtspraxis in der Klasse zu integrieren.
von Michele Egloff, Wayra Caballero Liardet im Buch Schulen und Bildungswege der Sekundarstufe II in der Schweiz (2004) auf Seite 97
Aus [...] Sicht [der Lehrpersonen] besteht das grösste Problem darin, dass zu wenige Laptops zur Verfügung stehen, um ihre Unterrichtsideen umsetzen zu können. Dieser Aussage stimmten 73% der Befragten mit "ja" zu. Eine hohe Zustimmung (67%) erhielt auch die Aussage, sehr viel Zeit einplanen zu müssen, damit alle Schüler am Computer arbeiten können. Weiter wurde die Organisation des Computereinsatzes im Unterricht als anspruchsvoll wahrgenommen (61% Zustimmung).
von Markus Roos, Laura Bossard im Buch ICT-Konzeptumsetzung an den 5./6. Klassen der Stadtschulen Solothurn (2008) im Text Ergebnisse der standardisierten Erhebung auf Seite 61
Renate Schulz-ZanderAuf die Frage, welche Gründe die breitere Nutzung von digitalen Medien im Unterricht hemmen (vgl. Tabelle 45), äußert ein Drittel der Medienbeauftragten, dass nicht genügend Computer für den Unterricht vorhanden sind. Nahezu 40 Prozent geben an, dass nicht genügend Unterrichtssoftware vorhanden ist. Mehr als ein Viertel stuft die vorhandenen Computer als veraltet ein. Nur etwa ein Achtel bewertet die Internet-Verbindung als zu langsam; knapp ein Fünftel sieht es als problematisch an, dass nicht genügend Computer mit dem Internet verbunden sind.
von Renate Schulz-Zander, Peter Schmialek, Thomas Stolz im Buch Evaluation zur Umsetzung der Medienentwicklungsplanung der Stadt Dortmund (2007) auf Seite 47
Renate Schulz-ZanderDie Schulleitung sieht die Problemfelder ebenfalls vor allem in der fehlenden Unterrichtssoftware, veralteten Computern und einer unzureichenden Anzahl von Computern (vgl. Tabelle 46). Den Computermangel für den Unterricht benennen fast zwei Fünftel; das Alter der Computer kritisieren sogar über zwei Fünftel der Schulleiter. Dasselbe gilt für den Mangel an Unterrichtssoftware. Die Internet- Anschlüsse halten fast 30 Prozent der Schulleiter für zu langsam. Etwas mehr als ein Viertel gibt auch an, dass nicht ausreichend Computer mit dem Internet verbunden sind.
von Renate Schulz-Zander, Peter Schmialek, Thomas Stolz im Buch Evaluation zur Umsetzung der Medienentwicklungsplanung der Stadt Dortmund (2007) auf Seite 48
Die übrigen Aussagen wurden von den Befragten nicht als Problemfelder eingeschätzt. So waren zum Beispiel 80% der Befragten der Meinung, dass sich die Schüler bei Internetrecherchen an die Anwei-sungen der Lehrpersonen halten. Weiter verneinten 75% der Befragten, dass die Kinder die anfängli-che Freude am Computer bereits verloren hätten. 87% der Befragten hielt die Software für die Kinder für ausreichend bedienerfreundlich. Auch waren 80% der Befragten der Meinung, dass sie sich trotz vieler anderer Schulreformen auf den Einsatz des Computers im Unterricht einlassen könnten.
von Markus Roos, Laura Bossard im Buch ICT-Konzeptumsetzung an den 5./6. Klassen der Stadtschulen Solothurn (2008) im Text Ergebnisse der standardisierten Erhebung auf Seite 61
Joachim WedekindDazu zählen Anzahl und Aktualität der vorhandenen Computer sowie die Verfügbarkeit von Peripheriegeräten, Software und Internetanschlüssen (hier liegt Deutschland nach wie vor auf einem hinteren Platz). So verhindert z.B. die Konzentration der Computer auf spezielle Fachräume spontane, sich aus dem Unterrichtsverlauf ergebende Zugriffe auf die Informationstechnologien. Zu den immateriellen Hemmfaktoren zählen die (oftmals fehlende) Unterstützung durch die Schulleitung, die fehlende professionelle Betreuung der technischen Systeme und die deshalb hohe zeitliche Belastung IT-kompetenter Lehrpersonen. Hinzu kommen auf Seiten der Lehrenden ein Mangel an Computerwissen und computerbezogenen Fertigkeiten, fehlende pädagogische Konzepte und fehlende Zeit zur Vorbereitung bei gleichzeitig unzureichenden Qualifizierungsangeboten.
von Joachim Wedekind im Text Ganz oder gar nicht
Jean-Luc BarrasDominik PetkoDie Schulverantwortlichen wurden zu möglichen Hindernissen der ICT-Integration befragt. Die dabei eingesetzte Methode ist identisch mit derjenigen von Egloff et al. (2004). Folgende Hindernisse werden besonders häufig genannt:
  • 70,5% sehen ein Hindernis bei mangelnden Kenntnissen und Fertigkeiten der Lehrpersonen für den Einsatz von Computern im Unterricht (D-CH: 70,5%, F-CH: 77%).
  • 63,8% bezeichnen die ungenügende Anzahl Computer für Lernende als Hindernis (D-CH: 60,5%, F-CH: 72,5%).
  • 59,3% sehen ein Problem beim Zeitmangel der Lehrpersonen zur Vorbereitung von Lektionen, in denen Computer eingesetzt werden (D-CH: 56,3%, F-CH: 67,3%) oder zur Erkundung von Anwendungsmöglichkeiten für das Internet (Total: 58,7%, D-CH: 63,1%, F-CH: 48%).
  • 57,5% sehen bei der Motivation der Lehrkräfte hinsichtlich des Einsatzes von Computern ein Problem (D-CH: 55,2%; F-CH: 63,7%).
Andere mögliche Hindernisse werden nur noch von weniger als der Hälfte der befragten ICT-Verantwortlichen als Problem angesehen.
von Jean-Luc Barras, Dominik Petko im Buch ICT und Bildung: Hype oder Umbruch? (2007) im Text Computer und Internet in Schweizer Schulen auf Seite 109

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